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Therapeutisches Reiten:

Was ist das eigentlich?

Heute ist die wohltuende Wirkung des Reitens hochgeschätzt. Wenn man diesen Effekt zur Verbesserung und Linderung psychosozialer Probleme und Störungen sowie bei der Behandlung körperlicher Behinderungen einsetzt, dann spricht das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten ganz allgemein von Therapeutischem Reiten. 

Dabei wird das Pferd auch präventiv zur motorischen und pädagogischen Förderung von Kindern an Kindergärten und Schulen eingesetzt.

Beim Therapeutischen Reiten steht die Heilung und Förderung der geistigen, sozialen und körperlichen Entwicklung im Vordergrund. Der Erwerb reiterlicher Grundkenntnisse ist zweitrangig.

Das Therapeutische Reiten umfasst folgende Fachbereiche:  

Hippotherapie (ärztlich verordnete Fachbehandlung), durchgeführt von Physiotherapeuten mit entsprechender Zusatzausbildung

Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd, durchgeführt von Pädagogen oder Psychologen mit entsprechender Zusatzausbildung

Ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd, durchgeführt von speziell ausgebildeten Ergotherapeuten

Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen ergänzt als paralleler Ansatz die oben genannten Fachbereiche. Die Reiterei gehört dabei zu den wenigen Sportarten, die Menschen mit Behinderungen und Nichtbehinderte zusammen ausüben können.

 

Leistungssport/ Para-Equestrian

Der Behindertenreitsport - oder das Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen (Para-Equestrian, PE) als Leistungs- und Spitzensport ist nicht zu verwechseln mit dem Therapeutischen Reiten. Ähnlich wie im Regelsport geht es hier ausschließlich um das reitsportliche Können auf höchstem Niveau.

Das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V. ist Anschlussverband der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN); es betreut und organisiert den Leistungssport für Menschen mit Behinderungen von den Anfängen bis zur paralympischen Disziplin.

Seit 2006 ist "Para-Equestrian" achte Disziplin im Weltreiterverband FEI (Fédération Equestre Internationale). Unter dem Begriff "Para-Equestrian" werden bisher das Dressurreiten und der Fahrsport für Menschen mit Behinderungen zusammengefasst. Die Sportler nehmen sowohl an Regelturnieren als auch an speziellen Wettbewerben für Pferdesportler mit Handicap teil. Um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten, wird eine Einteilung in Wettkampfklassen, so genannte Grades, vorgenommen. Diese richten sich nach der Schwere der Behinderung. Die deutschen Para-Sportler im Reit- und Fahrsport zählen seit Jahren zu den besten der Welt - mit zuletzt sieben Medaillen der Para-Dressurreiter bei den XIV. Paralympischen Sommerspiele 2012 in London sowie Einzel-Gold und Mannschafts-Silber der Para-Fahrer bei den VIII. Weltmeisterschaften 2012 in Breda/ Niederlande.

 

Alle weiteren wichtigen Informationen, rund um den Para-Sport (Ansprechpartner, Termine, Anträge,  etc.) finden Sie auf der umfangreichen Seite des "Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V."   HIER

Mannheim jr Weifen               Weifen

Lena Weifen-Rohde ( Foto: Julia Rau)                                                                                  (Foto: Sportfoto Stefan Lafrentz)

   
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